Publikumsveranstaltung

27.05.2021 · 17:00
Nürnbergs Glanz im Spätmittelalter — Drei Bücher zur Kunstgeschichte der mitteleuropäischen Metropole

Foto PIXELS/PIXABAY

Aus den Forschungen des GWZO zur spätmittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte einer der bedeutendsten Metropolen des Heiligen Römischen Reiches, der Reichsstadt Nürnberg, gingen in den letzten Jahren drei umfangreiche und grundlegende Publikationen hervor.

Jiří Fajt veröffentlichte mit »Nürnberg als Kunstzentrum des Heiligen Römischen Reichs. Höfische und städtische Malerei in der Zeit Kaiser Karls IV. 1346–1376« eine monumentale Monografie zur Nürnberger Malerei des 14. Jahrhunderts. Sie rückt insbesondere den hier ansässigen Hofmaler Kaiser Karls IV., Sebald Weinschröter, ins Zentrum. Er hielt sich eine Zeit lang auch in Prag auf, wo er den großen Protagonisten der Kunst am Kaiserhof begegnete und gewiss auch von deren frankoflämischer Kunst beindruckt war. Dennoch prägte er später die Nürnberger Kunst, deren Eigenständigkeit und Bedeutung in dem Band herausgearbeitet wird.

Zusammen mit Markus Hörsch und Marius Winzeler gab Jiří Fajt außerdem einen Sammelband heraus, der ganz unterschiedliche Studien zur Nürnberger Kunst enthält: »Nürnbergs Glanz. Studien zu Architektur und Ausstattung seiner Kirchen in Mittelalter und Früher Neuzeit« Einen Schwerpunkt bilden die Beiträge zur ehemaligen Deutschordenskirche St. Jakob und ihrem Hochaltarretabel. Letzterem kommt als einem der frühen Flügelaltäre aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, also wiederum der Zeit Karls IV., besondere Bedeutung zu.

Von Benno Baumbauer stammt eine Monografie über den Hof des Fürstbistums Eichstätt, das bis zur Reformation 1525 in enger Beziehung zur Kunstproduktion der Reichsstadt Nürnberg stand. In »Der Hof des Eichstätter Fürstbischofs Wilhelm von Reichenau (1464–96). Selbstverständnis und visuelle Repräsentation sakral-politischer Eliten im spätmittelalterlichen Reich« steht dessen Traditions- und Kunstpflege im Zentrum. Insbesondere der aus einer Nürnberger Werkstatt stammende Hochaltar des Eichstätter Doms, ein Hauptwerk der »realistischen« Kunst des 15. Jahrhunderts, wird behandelt.

Veranstaltungsort:

Online

Referent/innen:

Diskussion mit:
Jacqueline Klusik-Eckert (Moderation)
Dr. Jiří Fajt (Autor und Herausgeber)
Dr. Markus Hörsch (Autor und Herausgeber)
Dr. Benno Baumbauer, Autor und Herausgeber
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www.leibniz-gwzo.de

Die Veranstaltung wird live auf dem YouTube-Kanal des GWZO gestreamt.